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Die Geschichte des Kirchenchors St. Georg

Unter dem Leitwort: "Alles zur größeren Ehre Gottes" - Sancta Cäcilia, bitte für uns! gründete Viktor August Casser zu Beginn des Jahres 1887 den Kirchenchor St.Georg.

Im Probenraum des Gesellenhauses trafen sich fortan Knaben der Volksschule und Mitglieder der Gesangsabteilungen des Arbeiter- und Gesellenvereins zur wöchentlichen Probe. Die Mitgestaltung des Hochamtes zum Pfingstfest am 29.05.1887 sollte die Feuertaufe für den neugegründeten Chor bedeuten. "Die während der Liturgie gesungenen Chorsätze wurden präzis und wirkungsvoll vorgetragen." So ist es dem o.a. Artikel des Bocholter Volksblattes vom 4.6.1887 zu entnehmen.alter Männerchor

Die Sänger der damaligen Zeit mussten das Notenmaterial selbst bezahlen. Anträge an den damaligen Kirchenvorstand um finanzielle Unterstützung wurde stets abgelehnt. Trotz dieser Ablehnung wuchs der Chor zu einer Gemeinschaft, die bei der musikalischen Mitgestaltung der Meßfeiern an den Hochfesten zum festen Bestandteil wurde. Darüber hinaus sang der Chor zu feierlichen Anlässen wie zum Beispiel der bei der Einweihung der St.Josef Kirche 1897

Kaplan Essfeld - ein späterer Nachfolger des Gründerkaplans Casser - legte in den Jahren 1903 - 1906 Satzungen für den Chor fest, die über 50 Jahre Leitlinie war.

Das Bild zeigt den damaligen reinen Männerchor St.Georg vor dem Schützenhaus.

Am 14.05.1924 wurde Kaplan Karl Lehmköster zum Dirigenten ernannt. Durch sein engagiertes Wirken hat er es dem Chor ermöglicht, musikalische Kunstwerke zu erarbeiten und dementsprechend vorzutragen. Das von Chören der Region gern gesungene "St. Cäcilia" stammt ebenso aus seiner Feder wie das "Te Deum", "Tantum ergo", Prozessionsgesänge und Motetten.

Am 02.02.1932 fand die schon länger geplante Gründung der Frauenabteilung des Chores statt. Die Besetzung der Sopran- und Altstimmen war aufgrund der Geburtensausfälle während des 1. Weltkrieges fast unmöglich geworden. Insgesamt gehörten 45 Damen zur Gründungsformation des Damenchores.

Am 1. Pfingsttag 1937 feierte der Kirchenchor sein 50jähriges Bestehen. Der Gesamtchor sang damals die e-moll-Messe von A.Brucknersowie Chorsätze aus dem "Messias", "Judas Maccabaeus", und der "Schöpfung".

Im 2.Weltkrieg wurde Mai 1942 das Kolpinghaus vollständig zerstört und am 22.3.45 fiel die St.Georg Kirche - wie fast die gesamte Bocholter Innenstadt - durch einen Luftangriff in Schutt und Asche. In den Trümmern der Pastorat starb der damalige Dechant Pfarrer Josef Kruse mit seinen Hausangehörigen. Auch das gesamte Notenmaterial wurde ein Raub der Flammen.

Einen unschätzbaren Beitrag zum Wiederaufbau des Notenmaterials leistete in den Nachkriegsjahren Chorleiter Josef Sieverding, der aus Restpartituren die Noten für alle Stimmen abschrieb und selbst aus einer noch vorhandenen Tenorstimme wieder achtstimmige Notensätze aus dem Gedächtnis schrieb.

Durch die Opferbereitschaft der Gemeinde, durch die Unterstützung von kirchenbehördlicher Seite und nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz des damaligen Pfarrer Hermann Aertker war es möglich, am 24.12.1950 in die wiederhergestellte Pfarrkirche einzuziehen.


 
     
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